***** Begonnen hatte der am 27.09.1942 als Bernhard William Jewry geborene Brite seine Karriere Anfang der 60er Jahre als Shane Fenton in der Gruppe Shane Fenton & The Fentones, die mit „I’m A Moody Guy“ und „Cindy’s Birthday“ zwei Hits landen konnten. Nach deren Ende versuchte er unter dem Namen Shane Fenton Anschluß an die beiden Erfolge zu finden, doch seine große Stunde schlug erst, als er sich in Alvin Stardust umtaufte und auf den Glamrock-Zug aufsprang. Ein glücklicher Zufall führte ihn mit seinem alten Freund Peter Shelley zusammen. Dieser hatte gerade seine eigene Schallplattenfirma gegründet und suchte einen geeigneten Interpreten für sein gerade geschriebenes Lied „My Coo Ca Choo“. Unter dem Namen Alvin Stardust nahm Bernhard das Stück auf und landete Ende 1973 einen Volltreffer, europaweit war die Nummer ein Renner. Äußerlich präsentierte er sich bewußt wie eine Elvis Karikatur. Genau diese äußerliche Verpackung war es, die beim Publikum ankam. Alvins Platten waren zwar nichts weltbewegendes, trafen aber exakt den Geschmack des überwiegend jugendlichen Publikums jener Zeit. Folglich landete er mit„Red Dress“, „You You You“, „Tell Me Why“ und „Good Love Can Never Die“ weiterer Hits. Da sich seine Platten doch alle sehr ähnelten und da das Interesse des Publikums am Glamrock nachließ, verschwand Alvin für einige Jahre von der Bildfläche. Anfang der 80er Jahre kam er im Kielwasser des quirligen Shakin’ Stevens mit „Pretend“, „I Feel Like Buddy Holly“ und „I Won’t Run Away“ zu weiteren Hits. Das Album „Greatest Hits“ aus dem Jahre 1977 präsentiert Alvins große Hits der Jahre 1973-1975, mit „Bony Maronie“ und „Move It“ zwei aufgewärmte Rockstandarts, zwei interessante Alvin Stardust Kompositionen („Come On“ und „Blind Fool“) sowie eine bemerkenswerte Coverversion des damals noch weitesgehend unbekannten Bruce Springsteen („Growing Up“). Alles in allen ist das mit Sicherheit keine denkwürdige Musik, bietet aber nichts desto Trotz angenehme Popmusik mit einem ordentlichen und unwiderstehlichen Schuß 70s Nostalgie. Allein dieser Aspekt rechtfertigt für dieses Album 5 Sterne. |