Paul Anka - Having My Baby

Cover Paul Anka - Having My Baby
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Album

Jahr:1995
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Keine Chartplatzierungen.

Paul Anka   Künstlerportal

Singles - Austria Top 40
TitelEintrittPeakWochen
Kiddy Kiddy Kiss Me (Rita Pavone / Paul Anka)15.02.196594
I Don't Like To Sleep Alone15.08.1975168
 
Alben - Austria Top 40
TitelEintrittPeakWochen
20 Golden Hits15.03.1980218
 

Reviews

Durchschnittliche Bewertung: 6 (Reviews: 2)
26.07.2006 13:52
Voyager2
Member
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Der am 30.06.1941 im kanadischen Ottawa geborene Paul Anka war gerade mal 16 Jahre alt, als ihm 1957 mit seiner Eigenkomposition „Diana“ ein Welthit gelang. Über 9 Millionen Platten wurden von diesem Lied verkauft und machten Paul zum jüngsten Millionär der Popmusik. In den folgenden Jahren gelang ihm Hit auf Hit: „I Love You Baby“, „You Are My Destiny“, „(All Of A Sudden) My Heart Sings“, „Lonely Boy“, „Put Your Head On My Shoulder“, „Puppy Love“ und „Love Me Warm And Tender“ sind die bekanntesten davon, allesamt Eigenkompositionen, mit denen er sich seine Rente vorzeitig gesichert hatte. Auch andere Künstler waren mit Anka Kompositionen erfolgreich, so z.B. Buddy Holly mit „It Doesn’t Matter Anymore“, „Johnny Carson mit „Johnny’s Theme“ oder Frank Sinatra mit Pauls englischer Version von „My Way“. Mit dem Aufkommen der englischen Beatinvasion ab 1963 ließ das Publikumsinteresse an Paul schlagartig nach. Er war gerade einmal 21 Jahre alt, als er sich hätte zur Ruhe setzen können. Statt dessen trat er gegen fürstliche Gagen als Entertainer in Nachtclubs und im amerikanischen Fernsehen auf. Nebenbei spielte er noch eine Nebenrolle in dem bemerkenswerten Kriegsfilm „Der längste Tag“. In den 70er Jahren spielte der Name Paul in den Hitparaden keine große Rolle mehr, obwohl er mit „Do I Love You“ (1971), „Jubilation“ (1972), „Flashback“ (1973) und „Let Me Get To Know You“ (1974) noch einige kleinere Hits in den US-Charts verbuchen konnte. 1974 schien ihn wieder die Lust an etwas Neuem gepackt zu haben. Er unterschrieb er einen Vertrag beim United-Artists-Label und startete wieder einmal voll durch. Was er für das United-Artists-Label zwischen 1974-1977 veröffentlicht hat, gehört zum Besten, was er in seiner Karriere je veröffentlicht hat. Der vorliegende Sampler „Having My Baby“ enthält sämtliche Single A-Seiten jener Zeit. Hier kann sich jeder ein Bild davon machen, ob die Anka Lieder wirklich so gut sind, wie ich sie hinstelle, oder ob ich (wie so oft in meinen Album-Reviews vor lauter Begeisterung maßlos übertreibe!!). Wie aus dem Nichts stand er dann im Sommer 1974 mit „(You’re Having) My Baby“ wieder an der Spitze der amerikanischen Hitparade. Diesen sanften Song sang er zusammen mit fantastischen Sängerin Odia Coates. Zugleich löste das Lied in den USA heftige Kontroversen aus: Amerikanische Frauenverbände protestierten gegen das Lied, in dem die Abtreibung als reale Möglichkeit angedeutet wird, wenn man ein Kind nicht haben will. Andere Zeitgenossen störten sich daran, daß Paul dieses Lied mit einer Farbigen sang. Wie dem auch sei, „(You’re Having) My Baby“ gehört zu den schönsten Liedern der 70er Jahre, deren besonderer Reiz vor allem in der Kombination von Paul Anka und Odia Coates liegt. Völlig zurecht war dieses grandiose Lied ein internationaler Tophit. Die Nachfolgesingle „One Man Woman/One Woman Man“ sang Paul wieder gemeinsam und landete Anfang 1975 damit prompt einen weiteren Top 10 Hit in den USA. Auch hier dominiert eine äußerst schöne Melodie, getragen von dem unwiderstehlichen Charme der Kombination der Stimme von Paul und Odia. Eines der schönsten Liede im Gesamtwerk ist das im Herbst 1976 als Single erschienene „Happier“, ein als Ballade beginnendes und sich stetig steigerndes Lied mit einer fast magischen Atmosphäre. Allerdings war „Happier“ wenig Hitglück vergönnt, denn dieses grandiose Stück erreichte Anfang 1977 nur eine bescheidene Plazierung in den US-Charts. Hier zeigt sich einmal mehr, daß es echte Qualität in den Charts oft sehr schwer hat. „Water Runs Deep“ ist ein solider Albumtitel aus seinem 75er Album „Feelings“ mit einem üppigen, 70er-Jahre typischen Arrangement. „Water Runs Deep“ ist ein typischer Anka Song, der zwar im ersten Moment unspektakulär klingt, den man aber, einmal gehört, so schnell nicht wieder vergißt. Gleiche Kriterien gelten auch für „Everybody Ought To Be In Love“, im Juli 1977 ein Minihit in den USA-Charts und Pauls letzte Arbeit für das United-Artists-Label. Das Stück bietet gepflegten amerikanischen Schlager und wäre auch für Leute wie Dean Martin, Frank Sinatra, Al Martino, Perry Como oder Andy Williams bestens geeignet. Das gleiche gilt auch für das einschmeichelnde „Anytime (I’ll Be There)“, das irgendwie an ein Lied von Frankie Valli erinnert. Mit diesem soliden Lied landete Paul Mitte 1976 einen mittelprächtigen Hit in den US-Charts. Von ganz anderem Kaliber ist „I Don’t Like To Sleep Alone“, eine wunderbare Ballade, unterlegt mit sanften, sachten Rockeinlagen, tollem Chorgesang und einmal mehr die göttliche Odia Coates als Backgroundsängerin. Mit diesem Lied spielt Paul einmal mehr seine ganze Klasse aus. Völlig zurecht kam diese magische Nummer Mitte 1975 bis in die amerikanischen Top 10. Von gleicher Klasse ist das melancholische „The Painter“, ein Albumtitel aus dem Jahre 1976. Solider US-Pop ist „Times Of Our Life“, mit dem Paul zur Jahreswende 1975/76 einen weiteren soliden Hit einfahren konnte. Wer den gepflegten amerikanischen Schlager mag, der wird mit diesem toll arrangierten Lied bestens bedient. In „(I Belive) There’s Nothing Stronger Than Our Love“ gibt es ein weiteres Mal die magische Verbindung zwischen Paul und Odia. Dieses tolle Lied kam im Sommer 1975 bis in die amerikanischen Top 20. „Flashback“ ist eine der wenigen Fremdkompositionen im Gesamtwerk des Paul Anka. Das Lied stammt aus der Feder von Alan O’Day, der sich u.a. schon für Helen Reddys Nr. 1 Hit „Angie Baby“ ausgezeichnet hatte und 1977 selber den Nr. 1 Hit „Undercover Angel“ hatte. „Flashback“ hatte Paul schon 1973 aufgenommen und einen Minihit gelandet. Die Version auf diesem Sampler ist eine Neuaufnahme aus dem Jahre 1977. Eine sehr interessante Nummer, die man sich unbedingt einmal anhören sollte. Den Abschluß dieses Samplers macht Pauls Neuaufnahme eines seiner bekanntesten Stücke überhaupt: „It Doesn’t Matter Anymore“. Die kurzen Saxophoneinlagen und die Choreinlagen geben dieser Version einen unwiderstehlichen Reiz. Paul Anka Fans brauche ich dieses Album nicht erst groß empfehlen, denn sie wissen um die Klasse der einzelnen Titel. Wer aber nur den Anka der 50er- und frühen 60er Jahre kennt, der sollte sich die 12 Titel einmal zu Gemüte führen. War Paul Anka schon in seiner ganz großen Zeit gut, so präsentieren ihn diese Lieder der Jahre 1974-1977 als einen völlig ausgereiften Sänger und Komponisten, der eine echte Klasse für sich ist. Wer’s nicht glauben will, der sollte sich unbedingt dieses fantastische Album anhören.
26.07.2006 17:43
Karl Dall
Member
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Gehört für mich sowieso zu den besten Sängern aller Zeiten. Dieses Lied jedoch hat was besonderes. Auch wenn ich alle Titel von ihm habe.
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